"Nicht in der Schublade verschwinden lassen": DANK drängt auf Umsetzung der FKG-Vorschläge
Die von der Bundesregierung eingesetzte FinanzKommission Gesundheit (FKG) hat heute ihre Vorschläge für die Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt. Zu den 66 Maßnahmen zählen unter anderem höhere Abgaben auf Tabak und Alkohol sowie eine Einführung einer Zuckersteuer. Die Vorschläge kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):
„Jetzt hat es die Bundesregierung Schwarz auf Weiß: Die eigene Kommission empfiehlt eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe auf Getränke. Sie nimmt die Hersteller in die Pflicht, reduziert langfristig Kosten in Millionenhöhe im Gesundheitssystem und schützt die Gesundheit – vor allem von Kindern und Jugendlichen. Die Vorschläge der FKG zeigen einmal mehr, dass eine Zuckersteuer keine Bevormundung oder Entmündigung der Verbraucher*innen ist, sondern Teil einer verantwortungsvollen Gesundheits- und Präventionspolitik.
Jetzt dürfen die Empfehlungen nicht folgenlos bleiben. Bundesregierung und Parlament müssen handeln, damit die Vorschläge nicht in der Schublade verschwinden. Was es jetzt braucht, ist ein klares Bekenntnis der Politik für mutige Präventionspolitik – auch gegen den Willen der Industrie.“
Hintergrund:
Ergebnisse der FinanzKommission Gesundheit (veröffentlicht am 30.03.2026: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/finanzkommission-gesundheit-ergebnisse-30-03-26