Gesundheitspolitik

Politische Forderungen

Regelmäßig bringt sich die DDG in den politischen Diskurs mit Forderungen und Positionspapieren ein. 

Forderung nach einem nationalen Rahmenplan

Zur  politischen  Umsetzung  der  im  Koalitionsvertrag  vereinbarten  Nationalen  Diabetesstrategie  bedarf es eines nationalen Rahmenplans, der die Eckpunkte für eine einheitliche Versorgung und ein einheitliches Monitoring enthalten sollte und den Bundesländern Orientierung und Leitschnur für  eigene  Maßnahmen  bietet.

Ein Steuerungsgremium sollte die medizinische Fachkompetenz (DDG, VDBD) und die Patientenperspektive und Betroffenenkompetenz (Patientenvertretung) einbeziehen. Die Bund-Länder-Koordinierung sollte geregelt werden und klare Zuständigkeiten müssen benannt sein. Finanzmittel zur Umsetzung müssen in den Haushalten von Bund und Ländern budgetiert sein.

Ausgestaltung der Nationalen Diabetesstrategie (NDS)

Diabetes mellitus: erforschen – behandeln – verhindern

  • Stärkung der translationalen Forschung
  • Sicherung der Versorgung von Menschen mit Adipositas und Diabetes und des diabetologischen Nachwuchs
  • Prävention: Gesunde Ernährung, mehr Bewegung und mehr Aufklärung

Forderungen zur Reform des DRG-Systems

Die DDG begrüßt die Vorschläge der Bundesregierung und der Regierungskommission zur Reform des Krankenhausversorgung, die der zunehmenden Kommerzialisierung in der Medizin einen Riegel vorschieben will. Qualität vor Wirtschaftlichkeit – eine Forderung, die die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) schon lange erhebt. Die DDG hat ihre Empfehlungen zur Ausgestaltung der Reform in vier Forderungen zusammengefasst:

  1. Alle Krankenhäuser in Deutschland brauchen eine versorgungsstufenadaptierte qualifizierte Diabetesexpertise!
  2. Versorgungsqualität muss sich lohnen!
    Krankenhäuser mit Diabetesbehandlungsstrukturen sollten finanzielle Zuschläge erhalten. Einrichtungen ohne diabetologische Expertise finanzielle Abschläge.
  3. Vulnerable Gruppen schützen!
    Kinder oder multimorbide ältere Patienten mit einem Diabetes brauchen besondere Pflege und zeitintensive ärztliche Betreuung. Das muss im DRG-System kostendeckend abgebildet sein.
  4. Pflegeuntergrenzen auf den Prüfstand!
    Die Leistungen von Diabetesberatern und Diabetesassistenten müssen bei der Berechnung der Pflegeuntergrenzen in die Kalkulation mit einfließen.