Zuckergetränkesteuer auf dem Weg: DANK sieht wichtigen Erfolg für die Prävention
Nach Wochen der Diskussion über die Ausgestaltung der Zuckergetränkesteuer einigte sich die Bundesregierung am Wochenende auf die Ausgestaltung der Zuckersteuer. Das Wissenschaftsbündnis DANK begrüßt insbesondere die vorgesehene Staffelung nach dem Zuckergehalt, die Anreize für eine Reformulierung von Getränken schafft, kritisiert jedoch die geplante Ausnahme für kleine Hersteller.
Den Entwurf kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin des Wissenschaftsbündnisses Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):
„Es ist gut, dass das Verwirrspiel um die Zuckersteuer endlich beendet ist und das Bundeskabinett am Wochenende eine Einigung auf den Weg gebracht hat. Wir begrüßen es sehr, dass die nun verabschiedete Formulierung am gestaffelten Steuermodell festhält. Damit setzt sie einen wirksamen Anreiz für Hersteller, den Zuckergehalt ihrer Produkte zu reduzieren. Dieses Vorhaben ist ein echter Meilenstein für die Prävention in Deutschland. Es ist gut, dass die Bundesregierung trotz der Debatten der vergangenen Wochen und dem anhaltenden Gegenwind daran festhält.
Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt allerdings, denn kleine Hersteller mit einer Jahresproduktion von maximal 70.000 Litern sollen von der Steuer befreit werden. Die gesundheitlichen Auswirkungen zuckerhaltiger Getränke hängen nicht von der Größe des produzierenden Unternehmens ab. Wir hoffen daher, dass diese Ausnahmeregelung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal überprüft wird.“